Die erste Nacht
Ganz normaler Abend, Abendessen, Kinder ins Bett bringen, noch ein bisschen am Rechner sitzen. 22:00, Zeit für das nächste Schläfchen. Nachmittags habe ich im Bett gelegen zum Schlafen, für nachts habe ich beschlossen, die Schläfchen im Wohnzimmer zu machen, um meine Frau nicht zu stören, ansonsten wird sie auch alle vier Stunden rausgeklingelt.
Normalerweise würde ich um die Zeit nicht schlafen, aber um des Rhythmus willen soll es sein. Entsprechend schwer fällt mir auch das Einschlafen. Wieder gerade eingenickt reißt mich der Wecker nach 20 Minuten aus dem Schlaf. Es geht hier nicht ums Schlafen sondern darum, mich an den Wecker zu gewöhnen und an den Schlafrhythmus. Wieder hoch, ein bisschen was trinken, bin aber zu müde um irgendwas vernünftiges zu machen.
Zeit vertreiben bis zum nächsten Schläfchen um 2:00. Das wäre etwa meine normale Zubettgehzeit für einen Freitagabend und ich habe bis jetzt schon mehr geschlafen (bzw. geruht) als normal. Irgendwie bin ich trotzdem zu faul, mich aus meinem bequemen Sessel zu erheben. Bei PureDoxyk habe ich gelesen, dass man die 20 Minuten in jeder Stellung schlafen kann und dass die Zeit zu kurz ist, um sich ernsthaft irgenwas zu verlegen. Also setze ich mich ganz bequem hin, stelle meinen Wecker und mache die Augen zu. Das Einschlafen geht jetzt relativ flott, das Aufwachen erstaunlicherweise aber auch.
Ich kenne das noch aus meiner Schul- und Studentenzeit, dass man Nächte gut durchmachen kann, wenn man Computer spielt. Und die Zeit nach 2 Uhr ist immer die härteste. Also mal probieren. Irgendwie kriege ich nichts vernünftiges auf die Reihe. Steve Pavlina hat in seinem Eingewöhnungsbericht geschrieben, dass er zusätzliche Schläfchen einschiebt in den schwierigen Phasen, das werde ich mal probieren. Nächstes Schläfchen also schon um 4:00. Die Zeit bis dahin kriege ich noch rum.
4:00-Schlaf wieder auf der Couch. Auf dem Sessel ging zwar auch, aber so richtig entspannend war das nicht. Trotz meinerMüdigkeit geht das Einschlafen wieder lange nicht, gerade als es so weit ist, geht wieder der Wecker. Aber vielleicht kommt es mir auch nur so vor.
Der Schlaf um 6:00 ist ein Desaster. Einschlafen geht, der Wecker weckt mich pflichtbewusst 20 Minuten später, aber ich komme nicht hoch. Habe zwar irgendwie die Augen auf und weiß, dass ich aufstehen müsste, aber mein innerer Schweinehund ist stärker. Das nächste mal als ich auf die Uhr sehe, ist es schon 7:00. Verschlafen, genau das was möglichst nicht passieren sollte, um die Adaption zu erreichen. Ich bin wach geworden, weil mir kalt geworden ist. Die dünne Decke reicht zwar zum Warmhalten beim Sitzen und auch für die Schläfchen, aber für längere Schlafperioden, ist sie doch zu dünn. Wahrscheinlich eine gute Sache. Und die Kälte treibt mich doch zumindest hoch, erstmal eine ausgiebige warme Dusche.
Obwohl ich die ganze Nacht wach war, habe ich keinen besonderen Hunger. Aber zumindest sitze ich zusammen mit dem rest der Familie am Frühstückstisch - durchaus nicht so normal. Unter der Woche bin ich bisher gelegentlich erst aufgestanden, wenn das Gedränge der Familie abgeebbt ist und alle fröhlich unterwegs zum Kindergarten oder zur Schule waren.