Was bringt das?
Bei unserem Familientreffen kam nach meiner Mittagsschlafpause von einer Freundin die Frage aus “Was bringt das?”, als ich erklärte, dass ich im Augenblick mit dem polyphasichen Schlafzyklus rumexperimentiere.
Längere Wachphasen sind an und für sich kein absoluter Wert, es kommt auch drauf an was man damit macht. Und auch auf den Einwand “Ich liebe mein Bett” konnte ich nicht wirklich etwas sagen. Für mich ist es so, dass ich immer so viele Sachen habe, die ich noch alle machen möchte, dass für mich eine längere Aktivitätszeit gut und sinnvoll ist. Aber ich war ja schon immer jemand, der lieber später ins Bett geht, weil er noch etwas fertigmachen möchte. Ob ich die jetzt in der Eingewöhnungphase alle hinbekomme ist natürlich eine ganz andere Frage. Ich hänge doch viel rum, weil mir eben der Schwung fehlt, etwas zumachen. Meine Aktivität im Augenblick ist eher auf das Herumexperimentieren mit dem Schlafen beschränkt.
Aber die wichtigste Frage war “Was ist mit deinem sozialen Leben? Das passt doch nicht immer.” Das ist zweifellos wahr. Die verringerte zeitliche Flexibilität in einem kompletten polyphasischen Schlafrhythmus ist etwas, das viele Einschränkungen mit sich bringt. Treffen werden durch Schlafpausen unterbrochen oder können gar nicht stattfinden. Das ist auch eine der Sachen, die sich bei Steve Pavlina immer wiederfinden und der Grund, warum PureDoxyk von einem komplett polyphasischen Schlafrhythmus auf einen Jedermanns-Rhythmus gewechselt ist. Polyphasischer Schlaf ist zwar interessant, aber passt eben nicht richtig gut in unsere monophasische Gesellschaft. Es ist ein bisschen so wie mit dem Leben, “Länger Leben bedeutet, dass man länger alt ist”. Polyphasisches Schlafen bedeutet, dass man sich mehr Nachtstunden alleine um die Ohren haut
und zwei Stunden weniger von der Zeit hat in der alle anderen wach sind.
Jetzt in der Eingewöhnungsphase trifft das natürlich besonders zu, auch von den Tagen habe ich nicht so viel, weil ich immer müde bin. Nach der Eingewöhnung habe ich je durchaus auch vor, auf einen Jedermannsplan zu wechseln und dann bin ich auch flexibler. Das passt dann mit meinem normalen Tagesablauf, ich kann so lange wachbleiben wie ich es vorher auch getan habe und trotzdem morgens zusammen mit der Familie aufstehen und meiner Frau dabei helfen, die Kinder fertigzumachen. Nur das Abendschläfchen, das so gegen 21:00 liegt, würde mit einigen sozialen Terminen kollidieren. Aber das sollte sich durch die größere Flexibilität im Jedermannsplan
arrangieren lassen.
Aber tagsüber kann man tatsächlich nicht imer richtig schlafen, das habe ich heute mittag gemerkt. natürlich fahren draußen mehr Autos als nahts. natürlich hört man die anderen, die aktiv sind. Nachts schlafen alle, da ist es ruhig, da muss ich eher Rücksicht darauf nehmen, dass ich nicht zu laut bin und niemanden wecke.
Ist es das wert? Das ist eine der Sachen, die ich in meinem Experiment versuche, herauszufinden.